„Mehr Power für die Region.“ Unter diesem Motto schließen sich die beiden Energie- und Wasserversorger STAWAG und enwor ab Oktober 2024 zusammen. Das gemeinsame Unternehmen firmiert dann unter dem Namen STAWAG – Stadt- und Städteregionswerke Aachen AG und versteht sich als Nachbar und Kümmerer für alle Energiebedürfnisse der Menschen in der Region – ob in Aachen, im Nordkreis oder in der Eifel.

„Wir geben grünes Licht für ein gemeinsames Unternehmen, das nicht nur zu Aachen oder zu Herzogenrath gehört, sondern ganz natürlich in der Städteregion zuhause ist“, sagt Sibylle Keupen, Oberbürgermeisterin der Stadt Aachen. „Das Unternehmen bringt auch über die Grenzen von Aachen hinaus die Energie- und Wärmewende voran. Es entsteht ein noch stärkerer regionaler Partner für eine klimafreundliche Energieversorgung. Als nahbarer Versorger bietet die „neue“ STAWAG ihren Kundinnen und Kunden umfangreichen Service und vielfältige Produkte für mehr Nachhaltigkeit in allen Energiefragen an.“

„Kommunen stehen vor enormen Herausforderungen, wie bei der Finanzierung der Wärme- und Verkehrswende und angesichts der durch den Klimawandel verursachten notwendigen Investitionen in die Wasserversorgung“, so Städteregionsrat Dr. Tim Grüttemeier. „Das gemeinsame Unternehmen ist noch leistungsfähiger aufgestellt und wird die Kommunen durch noch stabilere Ausschüttungen entlasten. Als ein wachsendes Unternehmen, das Innovation und Weiterentwicklung schon heute groß schreibt, ist die „neue“ STAWAG ein attraktiver Arbeitgeber. Für uns ist die Fusion ein weiteres wichtiges Zeichen für die vielen Vorteile, die die Zusammenarbeit in der Städteregion bringt.“

Vor gut einem Jahr hatten die Gesellschafter beider Unternehmen den Startschuss für ein internes Projekt gegeben, das die Übertragung des Geschäftsbetriebs zum 1. Oktober 2024 vorbereiten sollte. Nach intensiven Vorarbeiten und einer Vielzahl von Vertragsabschlüssen ist es nun so weit: In den Gremiensitzungen der STAWAG am 17. Juni 2024 und der enwor am 27. Juni 2024 konnte der Zusammenschluss nun endgültig besiegelt werden.

„Alles bleibt besser: Die Menschen in der Region profitieren von einem erweiterten Angebot, ohne auf ihren gewohnten Service verzichten zu müssen: So bleibt das Kundenzentrum in Kohlscheid als wichtiger Anlaufpunkt für die Kundschaft bestehen“, sagt Dr. Benjamin Fadavian, Bürgermeister der Stadt Herzogenrath. In das heutige Gebäude der enwor ziehen unter anderem die rund 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der STAWAG Energie GmbH ein: Die hundertprozentige Tochtergesellschaft der STAWAG projektiert Wind- und Solarparks und betreibt schon heute über zehn Windparks in der Region, 15 weitere bundesweit und hat noch viele Projekte in der Pipeline. Dr. Fadavian: „Wir freuen uns, die STAWAG Energie hier bald begrüßen zu dürfen: Für uns als Kommune ein starkes Zeichen für eine zukunftsfähige Ausrichtung der Energieversorgung.“

Kundeninformation im September
Konkret sichtbar und spürbar wird der Zusammenschluss für die Menschen erst in den nächsten Monaten: Im September 2024 erhalten die Kundinnen und Kunden der enwor ein Informationsschreiben, in dem der Übergang von enwor zu STAWAG angekündigt und die nächsten Schritte erläutert werden. Die wichtigste Botschaft: „Wir kümmern uns und melden uns rechtzeitig bei Ihnen mit allen wichtigen Informationen. Außerdem bieten wir Ihnen viel mehr als nur Strom, Gas und Wasser.“ So profitieren die Menschen in der Region zukünftig von einem insgesamt größeren Dienstleistungsangebot wie zum Beispiel Energieberatung, Förderprogrammen und Angeboten zu Elektromobilität, PV-Anlagen, Wärmepumpen und vielem anderen mehr. Auch das Serviceangebot mit dann zwei Kundenzentren – in Aachen und in Kohlscheid – und dem E-Store in der Energiemeile am Kapuzinerkarree in Aachen erweitert sich.

Start zum 1. Oktober 2024
Zum 1. Oktober wird die enwor ihren gesamten Geschäftsbetrieb im Wege der Ausgliederung gemäß Umwandlungsgesetz auf die STAWAG gegen Gewährung von Aktien an der STAWAG übertragen. Die „neue“ STAWAG erzielt dann Umsatzerlöse von insgesamt 1,171 Mrd. Euro und eine Bilanzsumme von 1,751 Mrd. Euro (auf Basis Geschäftsjahr 2023). Der summierte Absatz beläuft sich dann auf über 670 Millionen Kilowattstunden Strom, über 1.370 Millionen Kilowattstunden Gas, 350 Millionen Kilowattstunden Wärme und knapp 30 Millionen Kubikmeter Wasser (auf Basis Geschäftsjahr 2023). Zum 1. Oktober 2024 wechseln auch alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der enwor in die STAWAG-Gruppe, deren Belegschaft dann auf rund 1.500 Mitarbeitende wächst.

Foto © Andreas Herrmann